Was bedeutet Intune-Reifegrad im Betrieb?
Auch nach der Einführung von Intune kann die IT noch Geräte nachträglich einrichten, Anwendungen einzeln installieren oder wiederkehrende Fehler beheben müssen. Der Reifegrad zeigt, wie verlässlich diese Aufgaben im Alltag gelingen.
Wir bewerten, ob Ihre IT die Geräteverwaltung nachvollziehbar betreiben und ändern kann. Das Modell ist eine Orientierungshilfe von hochzwei, kein offizieller Microsoft-Standard und keine Zertifizierung.
Viele Richtlinien, Skripte und Gruppen allein machen den Betrieb noch nicht verlässlich. Entscheidend ist, für wen sie gelten, ob sie wirken und wie das Team Abweichungen bearbeitet.
Ein Gerätewechsel macht das greifbar: Erhält die betroffene Person alle benötigten Anwendungen und Zugriffe? Erkennt die IT Fehler? Kann eine Vertretung den Vorgang übernehmen?
Dieser Artikel betrachtet vor allem Windows-Arbeitsplätze mit Microsoft 365. Für Mobilgeräte, gemeinsam genutzte Arbeitsplätze und Produktionssysteme müssen Sie eigene Anforderungen festlegen. Auch ein kontrollierter manueller Schritt kann sinnvoll sein.
Wo bindet Ihre Geräteverwaltung unnötig Zeit?
Sehen Sie sich mit Betrieb und Support Vorgänge an, die häufig Zeit kosten oder Beschäftigte aufhalten. Vergleichen Sie Fälle aus demselben Zeitraum, um Ursachen und mögliche Verbesserungen zu erkennen.
| Beobachtung | Prüffrage |
|---|---|
| Neue Geräte werden nach der automatischen Bereitstellung lange nachbearbeitet. | Welche Nacharbeiten fallen an und was wäre nötig, um sie im vorgesehenen Ablauf abzudecken? |
| Eine Anwendung wird regelmäßig von Hand installiert. | Fehlen ein geeignetes Paket, eine verlässliche Erkennung oder eine geklärte Zuweisung? |
| Geräte bleiben über längere Zeit ohne aktuellen Status. | Wer unterscheidet ausgeschaltete Geräte von einem tatsächlichen Verwaltungsproblem? |
| Ein Fehler wird immer wieder pro Gerät gelöst. | Ist die Ursache bekannt und lässt sich die Korrektur gezielt wiederholen? |
| Das Wissen über die Zuweisungen liegt überwiegend bei einer Person. | Welche Informationen braucht die Vertretung, um sicher übernehmen zu können? |
| Änderungen werden aus Sorge vor Ausfällen aufgeschoben. | Fehlen ein geeigneter Testumfang, eine Freigabe oder ein Verfahren zur Wiederherstellung? |
Eigene Prüffragen von hochzwei; keine Bewertung einer konkreten Kundenumgebung.
Erfassen Sie aktive Bearbeitungszeit und Wartezeit getrennt. Eine ausstehende Freigabe hat andere Ursachen als eine Installation, bei der die IT immer wieder eingreifen muss. Beides hält Beschäftigte auf, verlangt aber unterschiedliche Lösungen.
Wann lohnt sich eine Intune-Optimierung?
Nutzen Sie Ihre eigenen Fallzahlen und trennen Sie Annahmen von Messwerten. Das folgende Beispiel zeigt die Rechnung:
| Annahme | Rechenwert |
|---|---|
| Wiederkehrende Vorgänge pro Monat | 24 |
| Aktive Bearbeitung je Vorgang | 30 Minuten |
| Bisheriger monatlicher Aufwand | 12 Stunden |
| Angenommener Aufwand nach der Änderung, einschließlich Pflege und Restfällen | 4 Stunden |
| Rechnerisch frei werdende Kapazität | 8 Stunden pro Monat |
Frei gewählte Annahmen, kein Kundenfall, keine zugesagte Einsparung. Rechnung: 24 Vorgänge mal 30 Minuten, geteilt durch 60, ergibt 12 Stunden; 12 Stunden weniger 4 Stunden ergibt 8 Stunden. Erstellt am 21.09.2026.
Berücksichtigen Sie auch Einführungsaufwand und mögliche Lizenzkosten. Frei werdende Zeit senkt nicht automatisch Kosten. Entscheidend ist, welche andere Arbeit das Team damit erledigen kann.
Prüfen Sie nach der Umsetzung, ob die Fälle tatsächlich seltener werden oder nur in einer anderen Ticketkategorie auftauchen. Vergleichen Sie Zahlen nur bei vergleichbarem Gerätebestand und Fallaufkommen.
Die zehn Prüfbereiche im Intune-Betrieb
Die Bereiche hängen zusammen. Gehen Sie mit IT-Leitung, Betrieb und Support aktuelle Vorgänge durch und ergänzen Sie Berichte und Testergebnisse. Eine eingerichtete Richtlinie belegt noch nicht, dass der Ablauf im Alltag funktioniert.
1. Wie viel Handarbeit bleibt bei der Einrichtung neuer Geräte?
Nach der Einrichtung sollte ein Gerät die vereinbarten Anwendungen, Zugriffe und Schutzfunktionen bieten. Muss die IT noch Software installieren oder Einstellungen korrigieren, fehlt etwas im Ablauf. Ausstehende fachliche Freigaben betrachten Sie getrennt.
Gehen Sie eine kürzliche Einrichtung durch: Was lief automatisch, wo griff die IT ein und worauf wartete der Nutzer? So erkennen Sie, welche Nacharbeiten in den Standardablauf gehören und welche Sonderfälle bleiben.
Windows Autopilot kann die Einrichtung unterstützen. Der passende Weg hängt unter anderem von Betriebssystem, Netzwerk, Identitätsmodell und Anwendungen ab. Für Autopilot Device Preparation nennt Microsoft eigene Voraussetzungen. Microsoft Learn, Autopilot Device Preparation, abgerufen am 21.09.2026.
Ziel: Standardgeräte sind zuverlässig einsatzbereit; für Sonderfälle gibt es einen vereinbarten Ablauf und eine zuständige Person.
2. Wo entstehen Konflikte zwischen Intune und Gruppenrichtlinien?
Steuern Intune, Gruppenrichtlinien und Skripte dieselbe Einstellung, können sich Vorgaben widersprechen. Legen Sie für wichtige Einstellungen fest, welches Werkzeug zuständig ist und welcher Wert am Gerät gelten soll.
Prüfen Sie an einem betroffenen Gerät, welche Vorgaben gelten und welcher Wert ankommt. Bereinigen Sie Überschneidungen und dokumentieren Sie notwendige Ausnahmen.
Die Option MDMWinsOverGP löst nicht jeden Konflikt. Microsoft begrenzt ihre Wirkung auf Einstellungen im Policy CSP. Sie legt also keinen allgemeinen Vorrang von Intune gegenüber Gruppenrichtlinien fest. Microsoft Learn, ControlPolicyConflict Policy CSP, abgerufen am 21.09.2026.
Ziel: Die IT kann Einstellungen ändern und ihre Wirkung am Gerät nachvollziehen.
3. Wie zuverlässig werden Anwendungen installiert und aktualisiert?
Planen Sie für wichtige Anwendungen Installation, Updates und Fehlerbearbeitung. Testen Sie auch die benötigte Funktion: Ein erfolgreicher Installationsstatus allein belegt noch keinen funktionierenden Arbeitsablauf.
Gehen Sie eine häufig genutzte Anwendung durch: Erhält die richtige Nutzergruppe die Software? Werden vorhandene Versionen erkannt? Wer bearbeitet fehlgeschlagene Installationen und Updates?
Intune unterstützt bei Win32-Anwendungen unter anderem Erkennungsregeln, Abhängigkeiten und das Ablösen vorhandener Anwendungen. Wie zuverlässig das funktioniert, hängt auch von der Konfiguration des jeweiligen Pakets ab. Microsoft Learn, Win32 App Management, abgerufen am 21.09.2026.
Ziel: Standardanwendungen werden geregelt installiert und aktualisiert; für Paketpflege und Fehler gibt es Zuständige.
4. Wie kommen Updates kontrolliert auf alle vorgesehenen Geräte?
Für Updates brauchen Sie Testgruppen, Fristen und einen Überblick über Geräte, auf denen die Installation noch fehlt. Update-Ringe steuern die Verteilung. Intune bietet Einstellungen für Neustarts und Fristen sowie Möglichkeiten zum Pausieren und unter bestimmten Voraussetzungen zum Deinstallieren von Updates. Microsoft Learn, Windows Update Ring Policies, abgerufen am 21.09.2026.
Prüfen Sie eine vergangene Verteilung: Welche Geräte erreichten den Zielstand, welche fehlen und warum? Die Pilotgruppe sollte relevante Anwendungen, Gerätetypen und Arbeitsbedingungen abdecken. Auch dann sind spätere Fehler möglich.
Legen Sie fest, wer bei Störungen entscheidet, wie der Betrieb wiederhergestellt wird und wer dringende Updates beschleunigt freigeben darf. Ein Update lässt sich nicht immer einfach zurücknehmen.
Windows und Microsoft 365 Apps benötigen jeweils eine passende Update-Steuerung. Für unterstützte Microsoft-365-Apps-Konfigurationen beschreibt Microsoft dafür beispielsweise Cloud Update. Microsoft Learn, Cloud Update im Microsoft 365 Apps Admin Center, abgerufen am 21.09.2026.
Ziel: Die IT kennt den Update-Stand und bearbeitet fehlgeschlagene oder ausstehende Installationen gezielt.
5. Greifen Zugriffsregeln bei nicht konformen Geräten?
Der Compliance-Status in Intune bewertet, ob ein Gerät die eingerichteten Anforderungen erfüllt. Damit daraus eine Zugriffssperre wird, müssen passende Regeln für bedingten Zugriff in Entra ID greifen. Die Bewertung des Geräts und die Zugriffsentscheidung sind getrennte Schritte. Microsoft Learn, Geräte-Compliance-Richtlinien und Microsoft Learn, Geräte-Compliance mit Conditional Access, abgerufen am 21.09.2026.
Testen Sie das Zusammenspiel mit zwei Geräten: Eines erfüllt die Anforderungen, das andere verletzt bewusst eine davon. Wird der Zugriff auf die vorgesehene Anwendung wie erwartet erlaubt oder gesperrt? Berücksichtigen Sie Ausnahmen und erhalten Sie Notfallzugänge. Microsoft Learn, Umgang mit Notfallkonten, abgerufen am 21.09.2026.
Auch Fristen und fehlende Rückmeldungen beeinflussen den Status. Deshalb gehört zur Prüfung, wie Geräte ohne zugewiesene Compliance-Richtlinie behandelt werden und wie lange ein ausbleibender Gerätekontakt toleriert wird. Microsoft Learn, Gültigkeit des Compliance-Status, abgerufen am 21.09.2026.
Ziel: Die vereinbarten Zugriffsregeln greifen für die vorgesehenen Geräte und Anwendungen. Das schützt nicht vor jeder Angriffsart und sagt nichts über andere Speicherorte von Unternehmensdaten aus.
6. Welche wiederkehrenden Fehler lassen sich automatisch beheben?
Bei wiederkehrenden Fehlern kann sich eine automatische Korrektur lohnen. Klären Sie zuerst Ursache, Erkennung, zulässige Zielgeräte und den Nachweis des Erfolgs.
Intune Remediations kombinieren Erkennungs- und Korrekturskripte. Testen Sie in begrenztem Umfang, ob ein Skript den richtigen Fehler erkennt, behebt und das Ergebnis meldet. Fehlgeschlagene Ausführungen müssen bearbeitet werden. Behebt das Skript nur ein Symptom, bleibt die Ursache offen.
Für Remediations gelten zusätzliche Voraussetzungen und Lizenzanforderungen. Microsoft nennt unter anderem Windows Enterprise E3 und E5 sowie weitere berechtigte Lizenzformen. Business Premium allein wird in der Lizenzliste nicht aufgeführt. Microsoft Learn, Remediations, Seitenstand 16.04.2026, abgerufen am 21.09.2026.
Ziel: Weniger wiederkehrende Arbeit, ohne neue Fehler. Ein Skript nur zur Erkennung kann der erste Schritt sein.
7. Erreichen Anwendungen und Richtlinien die richtigen Geräte?
Gruppen, Ausschlüsse und Filter bestimmen, wer eine Anwendung oder Richtlinie erhält. Die Zielgruppe muss nachvollziehbar sein. Intune kann unterstützte Zuweisungen über Geräteeigenschaften filtern. Microsoft Learn, Zuweisungsfilter, abgerufen am 21.09.2026.
Ein Standardgerät und ein Sonderfall helfen, die Regeln nachzuvollziehen: Warum gehört das eine Gerät zur Zielgruppe und das andere nicht? Standort, Benutzerrolle oder Gerätetyp sollten nur dann eine Rolle spielen, wenn sie für die jeweilige Zuweisung nötig sind.
Ziel: Die IT kann Zielgruppen sicher ändern; auch eine Vertretung versteht Einschlüsse und Ausnahmen.
8. Welche Verwaltungsrechte brauchen Support und Dienstleister?
Verwaltungsrechte müssen zur Aufgabe passen. Prüfen Sie, welche Änderungen eine Person vornehmen darf und welche Geräte oder Objekte sie erreicht.
Intune unterscheidet Rollenberechtigungen, verwaltete Benutzer- und Gerätegruppen sowie Scope Tags. Letztere begrenzen die Sichtbarkeit von Verwaltungsobjekten; allein ergeben sie noch keine passende Berechtigungsverteilung. Microsoft Learn, RBAC und Scope Tags, abgerufen am 21.09.2026.
Testen Sie eine typische Supportaufgabe: Die benötigte Tätigkeit muss möglich sein, ein nicht vorgesehener Eingriff scheitern. Prüfen Sie auch zusätzliche Zuweisungen und übergeordnete Rechte, die die Begrenzung verändern können.
Ziel: Support, Betrieb und Dienstleister erledigen ihre Aufgaben mit den dafür nötigen Rechten.
9. Wie werden aus Intune-Berichten konkrete Aufgaben?
Intune-Berichte zeigen unter anderem den Status von Richtlinien, einzelnen Einstellungen und Konflikten. Nutzen Sie sie, um Aufgaben zu erkennen und zu priorisieren. Microsoft Learn, Richtlinienstatus und Konflikte, abgerufen am 21.09.2026.
Gehen Sie eine aktuelle Fehlermeldung durch: Wie dringend ist sie, wer bearbeitet sie und was fehlt zur Lösung? So werden Engpässe bei Informationen, Zeit oder Befugnissen sichtbar.
Geräte mit unbekanntem oder veraltetem Status gehören separat in die Auswertung. Ohne aktuelle Rückmeldung lässt sich nicht feststellen, ob sie den vorgesehenen Zustand erreicht haben.
Ziel: Relevante Probleme werden bearbeitet; fehlende Rückmeldungen und offene Aufgaben bleiben sichtbar.
10. Sind Änderungen so dokumentiert, dass die Vertretung übernehmen kann?
Dokumentieren Sie, warum eine Änderung nötig war, welche Geräte sie betrifft und was bei Problemen zu tun ist. Halten Sie Test, Freigabe und Ergebnis nach der Umsetzung fest.
Gehen Sie eine abgeschlossene Änderung mit der Vertretung durch. Kann sie damit handeln, oder fehlen Zusammenhänge?
Intune protokolliert verschiedene Verwaltungsaktionen in Audit-Logs. Diese ersetzen weder die fachliche Freigabe noch einen Wiederherstellungsplan. Microsoft Learn, Audit-Logs in Intune, abgerufen am 21.09.2026. Auch das Löschen einer Richtlinie stellt nicht zwangsläufig den früheren Gerätezustand wieder her. Das Verhalten hängt von der jeweiligen Einstellung ab. Microsoft Learn, Entfernen von Profilen, abgerufen am 21.09.2026.
Ziel: Die Vertretung kann Änderungen nachvollziehen und bei Störungen handeln.
Wie bewerten Sie den aktuellen Stand?
Bewerten Sie jeden Bereich anhand konkreter Abläufe und Ergebnisse. Die Stufen dienen Ihrer internen Orientierung; sie sind weder eine Zertifizierung noch ein Vergleich mit anderen Unternehmen.
| Einordnung | Woran Sie den Stand erkennen |
|---|---|
| Personenabhängig | Das Ergebnis hängt von Einzelwissen oder wiederholten manuellen Eingriffen ab. Abweichungen werden überwiegend im Einzelfall gelöst. |
| Wiederholbar | Ein vorgesehener Ablauf existiert. Sein Ergebnis, seine Ausnahmen oder seine Zuständigkeiten werden noch nicht durchgehend geprüft. |
| Gesteuert | Ergebnis und Abweichungen werden im definierten Umfang überprüft. Verantwortung, Änderungen und erforderliche manuelle Schritte sind nachvollziehbar geregelt. |
| Nicht belegt | Die verfügbaren Informationen reichen für eine Bewertung nicht aus. |
| Nicht relevant | Der Bereich betrifft den betrachteten Umfang nicht; die Begründung ist dokumentiert. |
Ein geplanter manueller Freigabeschritt kann zu einem gesteuerten Ablauf gehören. Ein unbeaufsichtigtes Skript ist dagegen nicht allein deshalb verlässlich, weil es automatisch läuft.
Fassen Sie die Bereiche nicht zu einem pauschalen Sicherheitswert zusammen. Eine fehlende Zugriffssperre bleibt wichtig, selbst wenn Anwendungen zuverlässig bereitgestellt werden. Bewerten Sie Gerätegruppen mit unterschiedlichen Anforderungen getrennt.
Welche Maßnahmen sollten zuerst umgesetzt werden?
Richten Sie die Reihenfolge nach Problem und Auswirkung aus. Halten Sie fest, warum eine Aufgabe Vorrang hat und welche warten kann.
| Ausgangslage | Erster Schritt |
|---|---|
| Eine benötigte Schutzmaßnahme greift im Test nicht. | Betroffenen Umfang feststellen und die Lücke gezielt bearbeiten. |
| Änderungen können kritische Arbeitsabläufe unkontrolliert treffen. | Zielgruppen, Test und Freigabe klären. |
| Für einen Teil des Bestands fehlt ein belastbarer Status. | Bestandsabgleich und Datenlage herstellen. |
| Derselbe bekannte Fehler bindet regelmäßig Supportzeit. | Ursache, Häufigkeit und sichere Korrektur untersuchen. |
| Ein Ablauf funktioniert, hängt aber vollständig an einer Person. | Vertretung ermöglichen und notwendiges Wissen dokumentieren. |
| Eine zusätzliche Funktion wäre verfügbar, ein konkreter Bedarf fehlt. | Vorerst keine Einführung allein wegen der Produktverfügbarkeit. |
Eigene Priorisierungshilfe von hochzwei. Auswirkungen, Abhängigkeiten und Kapazitäten bestimmen die Reihenfolge im Einzelfall.
Mit welchen Kennzahlen erkennen Sie Fortschritt?
Wählen Sie Kennzahlen passend zu Ihren Zielen. Die folgende Auswahl hilft IT-Leitung, Betrieb und Support bei der gemeinsamen Auswertung.
| Kennzahl | Was Sie für die Auswertung brauchen |
|---|---|
| Aufwand bis zum nutzbaren Standardgerät | Aktive IT-Zeit und verstrichene Zeit getrennt; gleiche Definition von „nutzbar“. |
| Bereitstellungen ohne ungeplante Nacharbeit | Erfolgreiche Fälle im Verhältnis zu allen betrachteten Bereitstellungen; offene Fälle separat. |
| Geräte mit erreichtem Update-Ziel | Definierter Sollbestand, Zielstand, Stichtag und Ausnahmen; fehlender Status gesondert. |
| Wiederkehrende Supportfälle | Konkretes Fehlerbild, Fallzahl, Bearbeitungszeit und vergleichbarer Umfang. |
| Überfällige Betriebsaufgaben | Offene Richtlinienfehler, Ausnahmen und Änderungen mit Alter, Verantwortlichem und nächstem Schritt. |
Nennen Sie zu jeder Kennzahl Zeitraum, Quelle und betrachteten Bestand. Eine Erfolgsquote der meldenden Geräte beschreibt nicht automatisch alle eingesetzten Geräte. Gleichen Sie die Verwaltungsdaten mit einer geeigneten Bestandsübersicht ab.
Legen Sie Zielwerte nach Ihren Anforderungen fest. Ein Reservegerät hat andere betriebliche Anforderungen als ein täglich genutzter Arbeitsplatz. Machen Sie diese Unterschiede in der Auswertung sichtbar.
Wie planen Sie die nächsten Verbesserungen?
Beginnen Sie mit einer Aufgabe, deren Nutzen und Abschluss sich klar bestimmen lassen. Stimmen Sie die Umsetzung mit der verantwortlichen Person ab und planen Sie Arbeitszeit dafür ein.
Welche Angaben gehören in die Maßnahmenliste?
| Feld | Was Sie eintragen |
|---|---|
| Beobachtung | Welcher Ablauf funktioniert heute nicht wie benötigt? |
| Beleg | Konkreter Vorgang, Gerät beziehungsweise Bericht und Prüfdatum. |
| Betroffener Umfang | Nutzer, Geräte, Anwendungen oder Standorte. |
| Auswirkung | Arbeitsunterbrechung, manueller Aufwand oder konkrete Schutzlücke. |
| Maßnahme | Welche Änderung soll das Problem beheben? |
| Voraussetzungen | Benötigte Rechte, Lizenzen, Freigaben oder vorgelagerte Arbeiten. |
| Verantwortung und Termin | Wer setzt um und wann wird das Ergebnis geprüft? |
| Erfolgskriterium | Welcher Test oder Messwert zeigt die gewünschte Verbesserung? |
| Vorgehen bei Problemen | Wann wird gestoppt und wie wird ein benötigter Betriebszustand wieder erreicht? |
Die Vorlage stammt von hochzwei. So könnte eine Maßnahme formuliert sein:
Fiktives Formulierungsbeispiel
Die häufig angefragte Fachanwendung erhält einen geprüften Bereitstellungsweg für die definierte Nutzergruppe. Der Test umfasst Neuinstallation, Aktualisierung und den benötigten Arbeitsablauf. Nach der Freigabe werden Installationsfehler und verbleibende manuelle Eingriffe ausgewertet. Paketpflege und Fehlerbearbeitung haben benannte Verantwortliche.
Anwendung, Zielgruppe und Zuständigkeiten sind im tatsächlichen Auftrag zu ergänzen.
Wie stimmen IT-Leitung, Betrieb und Support ihre Prioritäten ab?
Wenn IT-Leitung, Betrieb und Support Probleme unterschiedlich bewerten, hilft der Blick auf dieselben Vorgänge. Eine Selbsteinschätzung gibt erste Orientierung. Ob die Technik funktioniert, zeigt erst die Prüfung der betroffenen Geräte und Abläufe.
Nutzen Sie die zehn Prüfbereiche in diesem Artikel für die gemeinsame Bewertung. Bringen Sie dafür eine wiederkehrende Störung, eine vergangene Bereitstellung und eine aufwendige Änderung mit.
Wie wir den Gerätebetrieb begleiten oder übernehmen, lesen Sie auf der Seite Modern Workplace. Im Erstgespräch klären wir, welcher Bereich Vorrang hat und welche Verbesserung mit Ihren Kapazitäten möglich ist.
Häufige Fragen
Was ist ein Intune-Reifegradcheck?
Er bewertet, wie verlässlich die Geräteverwaltung im festgelegten Umfang funktioniert: von der Bereitstellung über Anwendungen und Updates bis zu Zugriffen und Betriebsabläufen. Das Modell von hochzwei ist weder ein offizieller Microsoft-Standard noch eine Zertifizierung.
Bedeutet ein hoher Reifegrad, dass alles automatisiert sein muss?
Nein. Ein kontrollierter manueller Schritt kann sinnvoll sein. Entscheidend sind ein verlässliches Ergebnis, klare Zuständigkeiten und ein geregelter Umgang mit Abweichungen. Automatisieren Sie dort, wo es einen konkreten Ablauf verbessert.
Reichen eingerichtete Update-Ringe aus?
Nein. Prüfen Sie Zielgruppen, Testergebnisse, ausstehende Geräte und die weitere Verteilung. Klären Sie, wer bei Störungen entscheidet und wie der Betrieb wiederhergestellt wird. Auch eine Pilotgruppe verhindert nicht jeden späteren Fehler.
Schützt ein als konform angezeigtes Gerät automatisch den Datenzugriff?
Nein. Der Status zeigt nur, ob das Gerät die eingerichteten Anforderungen erfüllt. Für eine Zugriffssperre müssen passende Conditional-Access-Regeln greifen. Testen Sie den gesamten Ablauf einschließlich Ausnahmen mit geeigneten Geräten.
Sind Remediations in jeder Intune-Lizenz enthalten?
Nein. Microsoft nennt für Remediations zusätzliche Lizenzvoraussetzungen. Prüfen Sie die Rechte der betroffenen Nutzer vor der Einführung. Business Premium allein wird in der aktuellen Remediations-Dokumentation nicht als ausreichende Lizenz genannt.
Wie viel Aufwand spart ein besserer Intune-Betrieb?
Das hängt von Ihren Vorgängen ab. Erfassen Sie Fallzahl und aktive Bearbeitungszeit. Vergleichen Sie die Werte nach der Änderung mit Pflegeaufwand und verbleibenden Fällen. Ohne diese Daten ist eine Einsparquote nicht belastbar.
Womit beginnt eine Intune-Optimierung?
Wählen Sie einen konkreten Vorgang, etwa eine aufwendige Gerätebereitstellung oder einen wiederkehrenden Supportfall. Erfassen Sie betroffene Geräte, aktive Bearbeitungszeit, Wartezeit und Ursache. Legen Sie dann Maßnahme, Verantwortliche und Erfolgskriterium fest. Nach der Änderung prüfen Sie, ob der Ablauf verlässlicher funktioniert und der gesamte Pflegeaufwand zurückgeht.
Über den Autor
Alexander Fetscher ist Geschäftsführer der hochzwei tech GmbH. Der Schwerpunkt dieses Beitrags liegt auf dem Betrieb von Microsoft Intune: Bereitstellung, Anwendungen, Updates und die Frage, welche Arbeit davon wiederkehrend von Hand erledigt wird.
Die technischen Aussagen stützen sich auf die verlinkte Microsoft-Dokumentation, abgerufen am 21.09.2026. Das Bewertungsmodell, die zehn Prüffelder, die Kennzahlenauswahl und die Maßnahmenvorlage sind redaktionelle Arbeitsmittel von hochzwei und kein offizieller Microsoft-Reifegradstandard. Das Rechenbeispiel ist ausdrücklich fiktiv und keine zugesagte Einsparung. Produktfunktionen und Lizenzbedingungen ändern sich; gleichen Sie sie vor der Umsetzung erneut ab.